Rezension | Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen

Rezension | Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen


Klappentext


Leni ist glücklich und liebt ihr Leben.
Bis sich etwas in ihr verändert. Plötzlich führt jeder Gedanke in Lenis Kopf ein chaotisches Eigenleben und ihre Gefühle drohen sie zu überwältigen. Ganz tief in sich drin spürt sie etwas, das vorher nicht da war – Leere, Traurigkeit und unendlich viel Angst. Was fehlt ihr? Und wie erklärt man etwas, das niemand sehen oder verstehen kann? Am wenigsten man selbst…


Informationen


Titel: Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen
Autorin: Ava Reed
Cover: Alexander Kopainski
Verlag: ueberreuter Verlag
305 Seiten
Preis eBook: 14,99 €
Preis Hardcover: 16,95 €

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Meine Meinung


**********Könnte evtl Spoiler enthalten**********
Ich versuche meine Rezensionen immer Spoilerfrei zu halten, doch sicherheitshalber trotzdem der Hinweis – Sicher ist sicher!

Erst mal vielen Dank an Lovelybooks und den ueberreuter Verlag für die Zusendung des Buches!

In dem Buch geht es um die Abiturientin Leni für die es nach den Sommerferien zurück in die Schule geht. Es steht das Abitur an, was ihr plötzlich eine Heidenangst einjagt. Sie hat plötzlich mit Magenproblemen zu kämpfen und versteht gar nicht warum. Sie fühlt sich als würde sie in ein dunkles Loch fallen und alles fällt ihr immer schwerer. Zur Schule zu gehen ist unmöglich geworden. Stattdessen geht sie von Arzt zu Arzt, bis sie irgendwann die Diagnose erhält… Mehr möchte ich zum Inhalt nicht sagen…

“Niemand ist weniger oder mehr wert als ihr. Er ist höchstens anders. Anders ist nicht schlimm.“

Seite 24

Leni ist zu Beginn eine sehr glückliches und lebensfrohes Mädchen, das sich zusammen mit ihrer besten Freundin Emma in ihr letztes Schuljahr begibt. Das große Thema in der Schule am ersten Schultag, ist das Abitur und die Zukunft und je mehr darüber gesprochen wird, desto mehr fällt Leni in sich zusammen. Leni geht es immer schlechter und der Leser leider wirklich mit ihr mit. Auch ihre beste Freundin kann ihr nicht helfen und so entfernt Leni sich von ihr immer mehr.
Emma ist eine sehr gute Freundin für Leni, die ihr zur Seite stehen will, doch Leni lässt sie nicht. Doch das schreckt Emma nicht ab, ganz im Gegenteil, sie gibt Leni den Raum und die Zeit die sie braucht, was mir wirklich sehr gut an ihr gefallen hat, denn das zeigt was für eine gute Freundin sie ist.
Auch Lenis Eltern gefallen mir in dem Buch sehr gut, denn auch sie stehen ihrer Tochter bei und tun alles für sie, auch wenn das heißt ihre Tochter für eine Weile gehen zu lassen.
Und dann gibt es da noch Matti. Auch Matti muss mit einer Krankheit kämpfen obwohl er gar nicht kämpfen will. Er will einfach nur das alles normal ist. Und obwohl er Leni nicht gut und lange kennt, ist er ihr die größte Stütze während einem großen Abenteuer!

„In jeder Dunkelheit brennt ein Licht. Man muss es nur finden, Leni“

Seite 167

Das Buch wird zum Großteil aus Lenis Sicht geschrieben, was ich passend finde, denn so hat der Leser freie Sicht auf ihre Gedanken und kann sie einfach besser verstehen. Sie und auch ihre Krankheit. Durch den Schreibstil von Ava fühlt es sich an als wird man förmlich in die Geschichte gezogen und ist live dabei. Die handschriftlichen Tagebucheinträge verstärken das Gefühl nochmal. Würde man diese weglassen, würde für mich ein sehr wichtiger Teil fehlen, der dem Buch einfach noch mehr tiefe gibt. Dieses ist mein erstes Buch von Ava und ich kann definitiv sagen, es wird nicht das letzte sein. Sie schafft es den Lesern ein so ernstes Thema wie Mental Health nahe zu bringen ohne sie zu überrumpeln. Ich finde man wird langsam und ausführlich auf das Thema vorbereitet und aufgeklärt was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Außerdem habe ich mich an einigen Stellen im Buch wiedergefunden, denn ja auch ich hatte schon mit diesem schwarzen Loch zu kämpfen in dem man einfach wissen will, wieso passiert das alles gerade und wieso passiert das ausgerechnet mir? Ich finde dieses Buch einfach verdammt wichtig und zwar für Leser in jedem Alter. Wenn es nach mir ginge sollte die Literatur Liste für den Deutschunterricht sowieso schon längst man überholt werden, denn ich finde Bücher wie dieses sollten behandelt werden, denn es hilft sowohl den Betroffenen, als auch deren Bezugspersonen weil es hilft zu verstehen, was Menschen mit solchen Problemen durchmachen. Gerade weil es eine Krankheit ist, die man äußerlich nicht direkt erkennen kann, finde ich es wichtig auf sie aufmerksam zu machen, und das tut dieses Buch.

„>>Weißt du, was ein Semikolon anzeigt oder bedeutet?<< Bevor ich antworten kann, redet er weiter. >>Es bedeutet, dass an dieser Stelle der Satz zu Ende sein könnte, wenn der Autor das gewollt hätte, aber er endet nicht. Du bist dieser Autor! Der deines Lebens und du entscheidest, wie es weitergeht.“

Seite 168

Das Cover ist schlicht und doch wunderschön. Grün ist eigentlich nicht meine Farbe, aber es passt perfekt zum Buch denn Grün bedeutet Hoffnung, und sowohl Leni als auch Matti, die beide sehr zu kämpfen haben in ihrem Leben, haben die Hoffnung trotz allem nie verloren.

“Fehler zu machen ist normal und nur tragisch, wenn wir nichts aus ihnen lernen können“

Seite 203

Alles in allem kann ich sagen, dass dies eine der schwersten Rezensionen für mich war, denn dieses Buch lässt sich nicht einfach in Worte fassen! Ich kann euch nur sagen, lest es und ihr werdet mich verstehen.

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