[Rezension] Nicht weg und nicht da

[Rezension] Nicht weg und nicht da


Klappentext


Den Anfang kannst du nicht ändern – Das Ende schon
Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern des Lebens wiederzufinden…


Informationen


Titel: Nicht weg und nicht da
Autorin: Anne Freytag
Verlag: Heynefliegt Verlag
476 Seiten
Preis eBook: 12,99 €
Preis Taschenbuch: 16,00 €

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Meine Meinung


In dieser Geschichte geht es um Luise, die ihren Bruder verloren hat. Wegen seiner Krankheit, hat er sein Leben beendet und Luise nur einen Zettel mit einem Satz zurückgelassen. Das glaubt sie zumindest. Sie fällt in ein Loch, rasiert sich ihre Haare ab und zieht eine Mauer um sich und lässt niemanden mehr an sich ran. An ihrem 16. Geburtstag erhält sie jedoch eine E-Mail von ihrem Bruder und dann ist da noch Jacob den sie  nach einer ihrer Therapie Stunden kennen lernt. Schaffen es Jacob und Luises toter Bruder es, sie wieder vom Leben zu überzeugen? Und was hat es mit den E-Mails auf sich? All dass müsst ihr selbst nachlesen…

Luise ist ein Charakter der schon immer im Schatten ihres Bruders lebt. Denn alles dreht sich um ihn und seine Krankheit. Doch das macht Luise nichts aus, denn sie liebt ihren Bruder mehr als alles andere. Nach seinem Tod ist ihre Welt zerbrochen und sie zieht sich zurück. Sie schottet sich von allen ab und versinkt in ihrer Trauer. Doch als die E-Mails ihres Bruders kommen und als sie Jacob kennen lernt verändert sie sich. Sie nimmt wieder immer mehr am Leben teil, sie öffnet sich und lacht auch wieder. Trotzdem merkt man als Leser, wie sehr sie ihren Bruder vermisst und es sie immer wieder zerreist, denn eigentlich will sie gar nicht glücklich sein. Ich halte Luise für einen sehr starken Charakter, aber ihre Stärke kommt erst nach und nach und sie weis auch selbst gar nicht wie stark sie eigentlich wirklich ist. Es ist wirklich schön mit anzusehen wie sie immer weiter aus ihrem Schneckenhaus raus kommt und sich ihr Leben Stück für Stück wieder zusammensetzt.
Jacob kommt mir am Anfang als sehr verträumt rüber. Er ist im Einklang mit sich selbst, ist eher ruhig und genießt sein Leben. Doch nach und nach merkt man, dass auch er es nicht immer leicht hatte. Er trägt viel Ballast aus seiner Vergangenheit mit sich, was auch sein jetziges Leben sehr beeinflusst. Doch auch seine Welt verändert sich als er Luise trifft. Auch er beginnt sich zu öffnen,w as er bis jetzt gar nicht von sich kennt.
Zusammen sind Luise und Jacob einfach toll. Es entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen den beiden aus der langsam mehr wird. Sie unterstützen sich wo sie nur können, können einander vertrauen und egal was ist, sie sich immer (zu jeder Uhrzeit) füreinander da. Sie verurteilen sich nicht, so wie es andere tun, und führen sich gegenseitig zurück in ein glückliches Leben.
Neben den Haupcharakteren gibt es auch noch Luises Mutter und ihre beste Freundin Ming, die mir beide gut gefallen haben, auch wenn es natürlich das ein oder andere Problem zwischen ihnen und Luise gab. Vor allem die Entwicklung zwischen Luise und ihrer Mutter hat mir sehr gut gefallen.
Dann gibt es auch noch Jacobs Halbbruder Arthur und dessen Freundin Julia, die dem Buch frischen Wind gegeben haben und das immer wieder. Sie haben das ganze aufgelockert und für die perfekte priese Humor gesorgt in einem Buch, das ein wirklich ernstes Thema anspricht.

Die Geschichte wird sowohl aus Luises als auch aus Jacobs Sicht geschrieben, was mir gut gefallen hat, da jeder von ihnen sein eigenes Päckchen trägt und wir somit die Charaktere und ihr Handeln besser verstehen können.
Anne Freytag hat einfach einen tollen Schreibstil. Wie auch ihre letzten Bücher, ließ sich auch das Buch wieder sehr schnell und flüssig lesen. Durch die kurzen Kapitel, hat man gar nicht gemerkt wie schnell man durch die Geschichte fliegt und plötzlich war es zu Ende. Ich liebe es wenn man sich so in eine Geschichte fallen lassen kann, das man um sich herum gar nichts mehr mitbekommt und dies war definitiv so ein Buch!
Das Buch spricht ein sehr ernstes Thema an, mit dem früher oder später wahrscheinlich jeder mal konfrontiert wird, nämlich das Thema Trauerverarbeitung. Anne Freytag hat es geschafft, dieses schwierige Thema in eine liebenswerte, realistische und trotzdem auch humorvolle Geschichte zu packen. Natürlich sind hier und da ein paar Tränen bei mir geflossen, aber wie soll es auch anders sein. Die Geschichte wurde so bildhaft geschrieben, dass man hautnah dabei war. Man hat mit Luise und Jacob mit gelitten, gelacht und mit geliebt.

Das Cover des Buches ist einfach toll. Ich weis nicht was ich sonst dazu schreiben soll. Es sieht so toll aus im Regal und passt einfach PERFEKT zur Geschichte. Auch die Aufmachung des Buches ist wiedermal sehr gelungen. Ich mag es wie viel Mühe und Liebe Anne Freytag in die Gestaltung ihrer Bücher steckt und das sieht man auch sofort. Dadurch heben sich ihre Bücher definitiv von anderen Büchern ab.
Eine Playlist gibt es auch wieder und die Lieder haben mir wirklich sehr gut gefallen *-*

Alles in allem kann ich eigentlich nur sagen: LEST DIESES BUCH!
Ich kann es nur wärmstens empfehlen, ihr werdet es nicht bereuen. Anne Freytag hat es wieder einmal geschafft und ein Meisterwerk in die Welt gesetzt. Ich liebe ihre Bücher und freue mich schon jetzt auf Nachschub!
Definitiv 5 von 5 Sterne/Kleckse und ich kann jetzt schon sagen, dass es sich hier um eines meiner Jahreshighlights handeln wird!

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