Rezension | One small thing

Rezension | One small thing

Klappentext


Es könnte die perfekte Liebe sein – wenn die Vergangenheit nicht wäre…

Seit dem tragischen Tod ihrer Schwester ist in Beths Leben nichts mehr so, wie es mal war.
Sie vermisst ihre engste Vertraute schmerzlich, und ihre Eltern sind seither so ängstlich, dass sie Beth auf Schritt und Tritt bewachen. Doch eines Nachts schleicht sie sich heimlich zu einer Party und trifft dort den umwerfenden und geheimnisvollen Chase. Er ist attraktiv und charmant und gerade erst in die Stadt gezogen. Sofort knistert es zwischen den beiden, Beth schwebt im siebten Himmel, es ist die perfekte große Liebe. Bis sie erfährt, dass Chase nicht der ist, der er vorgibt zu sein: er hütet ein düsteres Geheimnis, das mit dem Tod von Beths Schwester eng verwoben ist…


Informationen


Titel: One small thing
Autorin: Erin Watt
Verlag: Piper Verlag
368 Seiten
Preis eBook: 9,99 €
Preis Broschur: 12,99 €

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Meine Meinung


**********Könnte evtl Spoiler enthalten**********
Ich versuche meine Rezensionen immer Spoilerfrei zu halten, doch sicherheitshalber trotzdem der Hinweis – Sicher ist sicher!

Erst einmal Danke an den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

In dem Buch geht es um Beth die sich nach dem Tod ihrer Schwester wie eine Gefangene fühlt, denn ihre Eltern schreiben ihr ganzes Leben vor und möchten sie am liebsten rund um die Uhr kontrollieren. Eines Abends schleicht sie sich jedoch heimlich auf eine Party wo sie Chase kennen lernt. Sie findet ihn sofort anziehend, doch später findet sie raus, dass Chase ein Geheimnis hat, welches mit dem Tod ihrer Schwester zu tun hat. Ob sie ihm dieses Geheimnis verzeihen kann und wie es mit ihren Eltern weiter geht, dass müsst ihr selbst nachlesen!

Beth, eigentlich Elisabeth, ist ein 17 jähriges Mädchen, das ihre Schwester durch einen tragischen Unfall verloren hat. Dies hat zur Folge, dass sich ihre Eltern in Helikopter Eltern verwandeln und sie am liebsten rund um die Uhr kontrollieren wollen. Doch das passt Beth gar nicht und es kommt immer öfter zu Streit zwischen ihr und ihren Eltern, bei dem Beth doch oft als trotziges Kleinkind rüber kommt. Trotzdem kann ich sie aber auch verstehen, denn ich glaub niemand fände es lustig wenn man so von seinen Eltern behandelt wird. Außerdem muss ich gestehen, dass Beth in manchen Situationen auch sehr naiv wirkt, doch das ändert sich im Laufe der Geschichte. Sie öffnet sich, lässt ihre Trauer zu und schafft es auch einen Schritt auf ihre Eltern zu zugehen. Sie wird auf jeden Fall erwachsener.
Chase, eigentlich Charles, mochte ich auf Anhieb. Er ist ein eher ruhiger und in sich gekehrter Charakter, was aber auch an seiner Vergangenheit liegt. Wenn andere über ihn reden lässt er es einfach an sich abprallen, was ich besonders bewundernswert finde, denn ich weis nicht ob ich so stark wäre, Chase jedoch lässt sich nicht unterkriegen. Er leidet trotzdem sehr unter seiner Vergangenheit, was sich aber im Laufe der Geschichte auch ändert und man bekommt einen Blick hinter die Mauern die er um sich errichtet hat. Ich sag nur: Harte Schale, weicher Kern! Außerdem kämpft er für die Menschen die er in sein Herz geschlossen hat, koste es was es wolle!
Dann gibt es da noch Beth’s Helikopter Eltern, Jeff und Beth’s ‚Freunde‘. Zu diesen Personen kann und will ich gar nicht viel sagen, denn sonst rege ich mich nur wieder auf. Aber soviel steht fest: Wenn die mir jemals über den Weg laufen, dann sollten sie sich warm anziehen 😀 Sie waren mir alle sehr sehr unsympathisch. Vor allem ihre besten Freunde, kann man echt in die Tonne kloppen!

Die Geschichte wird auch Beth’s Sicht erzählt was ich gut fand, jedoch würden mich wirklich hin und wieder auch Chases Gedanken interessieren, denn gerade weil er so viel einstecken muss und so viele Rückschläge erfährt, er aber gleichzeitig eine Mauer um sich errichtet hat, bekommt der Leser sehr wenig von seiner Gedanken und Gefühlswelt mit.
Der Schreibstil von Erin Watt, war mal wieder flüssig und absolut fesselnd. Ich habe das Buch zusammen mit einer Freunden gelesen und es viel mir doch sehr schwer, mich an die Abschnitte zu halten, am liebsten hätte ich es einfach in einem Rutsch durchgesuchtet! Das Buch handelt auch über ein sehr wichtiges Thema finde ich, nämlich über die Resozialisierung von Straftätern, doch der locke Schreibstil der Autoren hat dem Buch etwas an Schwere durch das Thema genommen was ich wirklich gut und auch gelungen fand. Außerdem spielt auch Mobbing und Gewalt eine große Rolle in dem Buch. Die Schweren Themen wurden aber auch durch sehr viel Gefühl ausgeglichen, denn davon hat die Geschichte mehr als genug!

“Was ist deine Kleinigkeit von heute?“ frage ich, als ich den Nachbarsgarten verlasse und in unseren klettere. “Du“ (Seite 279)

Doch nicht nur Gefühl und ernste Themen sind in dem Buch vertreten, es ist auch gespickt mit einer kleinen Prise Humor was ich sehr schön fand, denn das hat die Geschichte nochmal aufgelockert.

Wenn man meinen Eltern so zuhört, könnte man meinen, Rachel beherrschte die Sprache der Einhörner und kackte Regenbögen. (Seite 90)

Ich hatte mir kurzzeitig Sorgen gemacht, dass der große Knall am Anfang schon alles war und das Autorenduo auf den ersten Seiten somit schon alles an Spannung brachte, aber ich wurde definitiv eines Besseren belehrt, denn das Buch wurde weder langweilig noch hat es an Wow-Momenten gefehlt. Das Buch hat mich außerdem auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt, denn auf der einen Seite war ich unglaublich wütend und hätte das Buch am liebsten aus dem Fenster geschmissen, aber keine 10 Seiten später, habe ich wieder mit geliebt, mit gelitten und wollte das Buch gar nicht aus der Hand legen.

Das Cover ist eher schlicht und trotzdem finde ich es wunderschön. Was mir außerdem gefällt ist, dass man die Tropfen fühlen kann. Zusammen mit dem sehr tollen Klappentext, macht es einfach neugierig auf mehr und man muss einfach wissen was passiert. Auch in der Buchhandlung würde ich jederzeit zu diesem Buch greifen.

Alles in allem kann ich ‚One small thing‘ nur wärmstens empfehlen, es ist definitiv ein HIGHLIGHT! Wenn ihr also auf Liebesgeschichten steht, dann nichts wie ran an das Buch. Ich hoffe das wir bald noch mehr von dem Autorenduo hören werden, auch wenn ich meine gelesen zu haben, dass dies erst mal das letzte Buch sein wird. Aber wie heißt es so schön: Sag niemals nie 🙂

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